Mobile Router sind besser als Surfsticks.

Fehlende oder veraltete Treiber sind ein häufiges Problem von USB-Surfsticks. Ebenfalls nachteilig ist der Umstand, dass im laufenden Betrieb ein USB-Surfsticks aus dem Notebook herausragt und das MacBook beschädigen werden kann, wenn man mit dem USB-Surfsticks irgendwo aneckt.
 
Aus diesen Gründen empfehle ich einen akkubetriebenen mobilen WLAN-Router zu bevorzugen, der zusätzlich zum MacBook auch andere mit WLAN ausgestattete Geräte mit dem Internet versorgen kann, wie beispielsweise Smartphones oder Tablets. Weil alle MacBooks serienmäßig mit WLAN ausgestattet sind und es dem MacBook egal ist, woher das WLAN kommt, gibt es mit mobilen WLAN-Routern niemals die Treiberprobleme, die bei USB-Surfsticks ständig auftreten.
 
Außerdem ist es bei einem mobilen WLAN-Router egal, ob ein altes MacBook mit USB-A oder ein neues MacBook mit USB-C benutzt wird. WLAN gibt’s in beiden Fällen immer.
 
Mobile Router mit UMTS ohne LTE gibt’s ab ca. 40 € http://mikenolte.de/link/umtsrouter
Mobile Router mit LTE gibt’s ab ca. 70 € http://mikenolte.de/link/lterouter

Tschüss WhatsApp. Ich vermisse dich nicht.

Dieser Artikel ist inzwischen inhaltlich veraltet und bedarf einer Überarbeitung.

WhatsApp benutze ich nicht. Stattdessen habe ich Telegram.

Das hat folgende Gründe:

  • Telegram ist schneller und zuverlässiger als WhatsApp.
  • In Telegram kannst du mit Leuten texten, ohne deine Handynummer verraten zu müssen, weil du auch unter einem Benutzernamen erreichbar bist und nicht nur über deine Handynummer. Du kannst deshalb in Telegram auch mit Leuten texten, die kein Smartphone haben.
  • Es ist viel bequemer eine Nachricht in Telegram am Computer zu beantworten als wegen WhatsApp am Handy rumzufummeln. Telegram kannst du auf allen aktuellen Computer- und Handy-Systemen installieren.
  • In Telegram kannst du so oft du willst zwischen Handy und Computer hin- und herwechseln und du siehst auf allen Geräten alle Gesprächsverläufe mit allen gesendeten und empfangenen Nachrichten.
  • Du kannst auch dann per Telegram kommunizieren, wenn du kein eigenes Gerät zur Hand hast, weil Telegram ohne zusätzliche Hilfsmittel in jedem Webbrowser verwendet werden kann. WhatsApp kann das nicht. Dass du Telegram mit einem Browser verwenden kannst ist sehr nützlich, wenn du irgendwo zu Gast bist und kein eigenes Gerät zur Hand hast, beispielsweise weil der Handy-Akku leer ist.
  • In Telegram wird ordentlich verschlüsselt. WhatsApp kann trotz angeblicher Verschlüsselung vollständig abgehört werden, wie im Juni 2015 öffentlich dokumentiert wurde. Telegram nutzt  Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, was die Nachrichten wirksam schützt. Mit WhatsApp, das seit Februar 2014 zu Facebook gehört, kann es dir jederzeit so gehen wie der 19-jährigen, der im Sommer 2015 wegen eines Facebook-Chats die Einreise in die USA verweigert wurde.

Ich habe mich ohne großen Aufwand von WhatsApp getrennt und bin dabei folgendermaßen vorgegangen:

  1. Ich habe Telegram auf meinem iPhone und auf meinem Computer installiert. Telegram-Benutzer, die in meinem Adressbuch stehen und in deren Adressbuch ich stehe, sehen in ihrer Telegram-Ereignisliste, dass ich über Telegram erreichbar bin.
  2. Ich habe im Impressum meiner privaten und meiner beruflichen Website vermerkt, dass ich per Telegram erreichbar bin.
  3. Ich habe in Facebook und auf Twitter veröffentlicht, dass ich Telegram gegenüber WhatsApp bevorzuge und WhatsApp nicht mehr nutzen will. Die Adresse der Telegram-Website habe ich gleich mit dazu geschrieben, damit diejenigen, die Telegram noch nicht haben, nicht erst danach suchen müssen. Bei Nachfragen habe ich an die Webseite mit häufig gestellten Fragen zu Telegram verwiesen, dort sind alle Fragen schon beantwortet, ich muss mich also nicht dauernd wiederholen.
  4. Meinen Benutzerstatus in WhatsApp habe ich geändert, damit auch dort auf meinen Umstieg auf Telegram hingewiesen wird. Auch dort habe ich die Adresse der Telegram-Website genannt.
  5. Ich habe für eine Übergangszeit den wenigen Nachzüglern in WhatsApp mitgeteilt, dass ich keine weiteren Nachrichten in WhatsApp wünsche und es bevorzuge, wenn Leute mich auf anderem Wege antexten:
    • Generell bevorzuge ich Telegram.
    • Apple-Nutzer können alternativ auch iMessage verwenden, da auch ich Apple-Nutzer bin.
    • Alle anderen sollen eine SMS senden oder anrufen.

Überraschend viele Leute aus meinem Bekanntenkreis hatten Telegram schon mir. Fast alle Leute, die regelmäßig mit mir texten, waren schon nach wenigen Tagen auf Telegram erreichbar. „Fast alle“ schreibe ich, weil es nur eine einzige Ausnahme gab, deren total veraltetes Android-Telefon nicht auf Android 2.2 (von Mai 2010) aktualisierbar war, was für Telegram die Systemvoraussetzung ist. Glücklicherweise sind so alte Telefone jedoch sehr selten geworden. Derzeit (Juli 2015) gibt es über zwei Dutzend verschiedene Telefon-Modelle mit Android 4.4 oder Android 5.0 für unter 80 €
Für diese eine Person war ich in WhatsApp noch erreichbar. Sobald diese Person einen moderneren Ersatz für ihr veraltetes Telefon besaß, konnte sie Telegram installieren und ich WhatsApp löschen. Seither verwende ich WhatsApp nicht mehr und ich bin froh es endlich los zu sein.

Typische Einwände

„Aber ich kann nicht auf WhatsApp verzichten!“

Musst du auch nicht — obwohl es natürlich eine gute Idee wäre.
Du kannst aber auch nicht erwarten, dass jemand trotz aller Nachteile WhatsApp weiter nutzt. Wenn du also die Vorteile eines Messengers gegenüber SMS nutzen willst, dann bist du gut beraten es deinen technisch erfahreneren Freunden nachzumachen und Telegram zu installieren. Irgendwann wird WhatsApp von alleine überflüssig.

„Kein Bock auf zwei Messenger.“

Das ist Bullshit. Du hast schon zwei Messenger. Oder was glaubst du, was die App ist, mit der du SMS empfängst?

„Ok, dann eben kein Bock auf drei Messenger.“

Facebook…

„Ja, ja, ist ja gut, dann eben kein Bock auf VIER Messenger.“

Ich habe Facebook und WhatsApp vom Handy gelöscht und leide nicht unter mangelhafter Erreichbarkeit. Im Gegenteil bin ich dank Telegram sogar besser erreichbar, weil mich Nachricht auch auf meinem Computer erreichen, wenn mein Smartphone irgendwo rumliegt, wo ich es nicht höre.

„Telegram zu installieren ist mir zu viel Arbeit!“

Dann sende SMS oder ruf an. Du kannst nicht ernsthaft erwarten, dass jemand den Schutz seiner Daten und seiner Privatsphäre und die Sicherheit seines mobilen Systems riskiert, nur weil du zu faul bist dir einen ordentlichen Messenger zu installieren.

„Ich weiß nicht, wie man auf meinem Telefon eine App installiert. WhatsApp hat mir ein Freund installiert.“

Wenn du so wenig Ahnung davon hast, dass du nicht ohne fremde Hilfe Telegram installiert bekommst, dann lass dir halt auch bei Telegram bei der Installation helfen. Es ist keine Schande das nicht selbst zu können. Im Gegenteil hat ein Benutzer, der ohne es selbst installieren zu können erkennt, dass zugunsten von Telegram auf WhatsApp zu verzichten eine gute Idee ist, ziemlich sicher die Anerkennung seines Administrators verdient.

„Alle haben WhatsApp!“

Das ist Quatsch. Ich zum Beispiel habe WhatsApp schonmal nicht. Und es gibt eine Menge Leute, die ein Firmenhandy haben, auf dem die Systemadministratoren des Arbeitgebers WhatsApp verboten und statt dessen Telegram installiert haben.

„Ich bestehe darauf, dass du wegen mir WhatsApp installierst.“

Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund.

Selten so gespidert…

Am 19.4.2012 veröffentlichte ich die E-Mail-Adresse „kressehalten@mikenolte.de“ im Impressum dieser Website. Heute, am 1.12.2013, kam erstmals eine Spam-Mail auf dieser E-Mail-Adresse an. Dass dies über 19 Monate gedauert hat ist ein Indiz dafür, dass Webcrawler (auch Spider genannt) nicht mehr die erste Wahl für das Einsammeln von E-Mail-Adressen sind. Bis heute wird jedoch regelmäßig kolportiert, dass Webcrawler hauptsächlich für das Einsammeln des Löwenanteils von E-Mail-Adressen zum Zwecke der Spam-Verbreitung verantwortlich sind. Viel ergiebiger und somit auch viel wahrscheinlicher ist es, dass E-Mail-Adressen von PCs eingesammelt werden, die von Schadsoftware infiziert wurden. Spätestens in der E-Mail-Software und im Adressbuch eines jeden PCs sind gebündelt und leicht angreifbar mehr E-Mail-Adressen vorhanden, als in nahezu jeder Webseite. Die E-Mail Software und das Adressbuch eines Windows-PCs sind damit die logischeren Ziele für das einsammeln von E-Mail-Adressen und dieser Umstand dürfte jedem Spam-Versender durchaus bekannt sein.

Und wo wir gerade dabei sind Irrtümern über Spam entgegenzutreten: Auch der typische Spam-Versender selbst dürfte heutzutage nicht das aus Agentenfilmen bekannte Klischee des Superbösewichts erfüllen, der auf einer einsamen Südseeinsel in einer riesigen Höhle unter einem ausgehöhlten Vulkan wohnt, auf seiner privaten kathedraltauglichen Kirchenorgel tagein tagaus Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 spielt, nebenbei seine Katze krault und von seinem Superserver milliardenfach Spam versendet um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Stattdessen wird heutzutage Spam durch Netzwerke von mit Schadsoftware infizierten Windows-PCs versendet. Wenn man zum abgreifen von E-Mail-Adressen ohnehin schon den Windows-PC infiziert hat, dann kann man den infizierten PC auch gleich zum Versand von Spam benutzen. Auch das ist nur eine logische Konsequenz.